Über mich
Marion Leleu ist Bratschistin, Dirigentin und Pädagogin. Sie unterrichtet an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und ist Entwicklerin der Regenbogen-Methode für Instrumentalunterricht.
Geboren in der Bretagne, wurde das Meer früh zu einem Bild für Marion Leleus Verständnis von Musik: Klang und Bewegung entstehen organisch, bauen sich wie Wellen auf und entfalten sich in einem natürlichen Fluss.
Die Bratsche ist von Anfang an ihr Instrument gewesen. Als Mittelstimme verbindet sie Klangräume, schafft Dialog und hält gleichzeitig Raum für individuelle Freiheit. Diese Rolle – Impulsgeberin und Vermittlerin – prägt ihr musikalisches Selbstverständnis bis heute.
Als Orchestermusikerin erlebte sie die gesamte Bandbreite des musikalischen Lebens – von intensiven Glücksmomenten bis zu den Herausforderungen hierarchischer Strukturen. Diese Erfahrungen führten sie schließlich zu einem freieren künstlerischen Weg außerhalb einer festen Orchesterstelle.
Neben ihrer Tätigkeit als Bratschistin entwickelte Marion Leleu früh eine Leidenschaft für das Dirigieren. Sie studierte Chorleitung in Lyon und dirigiert seither regelmäßig verschiedene Ensembles und Orchester. Dazu zählen unter anderem Projekte mit der Freien Universität Berlin, dem Kammerorchester Kirchrode und dem Wendland Sinfonieorchester. Vom Streichorchester bis zum Symphonieorchesterkonzert mit Solist:innen – unter anderem in der Berliner Philharmonie – liebt sie es, musikalische Prozesse zu gestalten und Menschen und Klänge zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenzuführen.
2024 war sie Finalistin der International Conducting Competition in Oradea (Rumänien).
Gleichzeitig bleibt der eigene Klang für sie unverzichtbar. Die Verbindung von instrumentalem Musizieren, Dirigieren und pädagogischer Arbeit bildet heute den Kern ihres künstlerischen Profils.
In den letzten Jahren widmete sie sich intensiv der Frage, wie Musikerinnen und Musiker auf der Bühne frei, effizient und mit Freude musizieren können. Aus dieser Arbeit entstand die Regenbogen-Methode – ein strukturierter Ansatz für Instrumentalunterricht, der Körperbewusstsein, Klangvorstellung und musikalischen Ausdruck miteinander verbindet.
Die Methode entwickelt sich kontinuierlich weiter in Workshops, Masterclasses und den Regenbogen-Labs, einem regelmäßigen Austauschformat für Instrumentalpädagog:innen.
So verbindet sich in ihrer Arbeit heute künstlerische Praxis, Dirigieren und pädagogische Forschung zu einem offenen musikalischen Weg.
Ausbildung und künstlerische Stationen
1972 geboren
Ausbildung
Studium in Versailles bei Paul Hadjaje
Erster Preis CNSMD Lyon bei Jean-Philippe Vasseur
Diplom in Frankfurt am Main bei Tabea Zimmermann
Konzertmeister-Studium in Hannover bei Thomas Selditz
Orchesterpositionen
Solo-Bratsche Kammerakademie Potsdam
Solo-Bratsche Rostock
Hamburgische Staatsoper
Freischaffende Tätigkeit (Auswahl)
Chamber Orchestra of Europe
Deutsche Oper Berlin
Ensemble Modern
Akademie für Alte Musik Berlin
Dirigieren
Studium Chorleitung in Lyon
Finalistin – International Conducting Competition Oradea (Rumänien)
Dirigate u.a. mit
Kammerorchester der Freien Universität Berlin
Kammerorchester Kirchrode
Wendland Sinfonieorchester
Lehrtätigkeit
seit 2008 Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin
seit 2017 Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin
Pädagogische Arbeit
seit 2014 Weiterbildungen für Streicherpädagog:innen zu Didaktik und technischen Abläufen im Instrumentalunterricht
2017 Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie (Klopfakupressur)




